Jana und Manolo

An einem regnerischen Tag stehen wir am irgendwo in „Thomas“ am Straßenrand und hoffen auf Internetempfang. Da hält neben uns ein Wagen und eine Frau fragt aus dem Fenster heraus: „Sind Sie aus Deutschland?“

Jana ist in der Nähe von Dresden aufgewachsen und kam vor 28 Jahren als Au-pair in die USA. Sie und ihr Freund Manolo sind gerade auf Kurzurlaub in der Gegend. Wir tauschen ein paar Sätze und dann laden sie uns ein, ein paar Tage bei ihnene an der Chesapeakbay zu verbringen.

Ja, das machen wir!

Allerdings hatten wir keine Vorstellung von dem, was uns dort, in „Harrington Harbour“ erwartet. – Statt einer Einfamilienhaussiedlung treffen wir auf einen Bootsanleger, besser vielleicht: einen Yachthafen.

Nicht nur die „Boote“ sind beeindruckend. Um den Hafen herum erstreckt sich eine luxuriöse Anlage mit Restaurant, Pool, Clubhaus und den schönsten öffentlichen Toiletten, die ich je gesehen habe.

Jana und Manolo haben hier ein Boot und überreichen uns großzügig zwei Gästekarten, durch die wir freien Zugang zu allen Einrichtungen haben. Auch unser Camper findet einen schönen Platz unter einem der alten Bäume …

… von dem wir allerdings am Abend vertrieben werden. Weil Andreas bemerkt hat, dass die Klimaanlage im (tiefgekühlten) Clubhaus tropfte und sich auf dem Parkettboden bereits eine große Pfütze gebildet hat, kommen wir in Kobtakt mit dem Security Officer. Er erklärt uns, dass es unter allen Umständen verboten ist, in der Anlage zu campen. Außerdem seien wir nicht befugt, uns alleine, ohne unsere Gastgeber hier aufzuhalten. – Jana und Manolo sind nach Hause gefahren, weil Jana krank ist. –

Das sind die Regeln und dagegen kommen wir nicht an. Also machen wir uns bei Einbruch der Dunkelheit auf die Suche nach einem anderen Übermachtungsplatz. Vor den verschlossenen Toren eines überschwemmten Campingplatzes finden wir ein ruhiges Fleckchen – ziemlich ruhig, man hört nur das Quaken der Frösche, davon allerdings viel und anhaltend.

Jana sorgt dafür, dass wir die zweite Nacht ruhig und ungestört im Hafen verbringen können.

Danke, Jana und Manolo!

1 Kommentar zu „Jana und Manolo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert